Reviews
 

Powermetal.de (9/10):
...Das Album steht problemlos in einer Reihe mit den Werken der großen Vorbilder wie Exodus EXODUS, Heathen HEATHEN oder Death Angel DEATH ANGEL und steckt so manches Spätwerk der alten Helden mit Links in die Tasche. Stilistisch sticht 'Pro Evolution Sucker' ein wenig heraus, hier klingt BREED eher nach Anthrax ANTHRAX oder Suicidal Tendencies SUICIDAL TENDENCIES, stillstehen ist bei dem Song schlicht und einfach unmöglich. Ach ja: Songtitel des Jahres!...
Puh, das sitzt. Besten Dank dafür an Maik Englich von Powermetal.de  . Wir freuen uns, dass wir irgendwie verstanden werden mit unserer Vorstellung, wie Thrash im Jahre 2023 klingen kann.

 

Neckbreaker.de (8/10):
Breed - History Of Tomorrow
breed historyoftomorrowVon drei ehemaligen SUDDEN DEATH Musikern wurde 2018 die Band BREED gegründet. BREED stehen für teutonischen Thrash Metal, der aber ziemlich amerikanisch klingt. Aggressiver Gesang, satte Grooves und messerscharfes Riffing und ein ordentlich durchgetretenes Gaspedal begleiten uns durch die Spielzeit. Arschtight und mitreißend dargeboten.

Jedes Riff sitzt an der richtigen Stelle. Es ist schon Old School, aber kein Gerumpel. Der heisere, gepresste Gesang hat was von NUCLEAR ASSAULT, während die Riffsalven an selige Bay Area Zeiten erinnern. Textlich geht es um Sozialkritik oder auch Politik. Man nimmt den Osnabrückern ihre Überzeugung und Leidenschaft bei jeder Note ab. Das hier ist nicht einfach nur eine weitere 08/15-Thrashplatte, das hier ist authentisch und echt. Acht Songs in knapp 39 Minuten, das sind keine kurzen Hauruckstücke. Dennoch ist das Material nicht zu komplex, aber auch nicht zu einfach. Genau die richtige Mischung, um ordentlich den Arsch versohlt zu kriegen. Natürlich wird das Rad auch nicht neu erfunden. BREED klingen hungrig und kompetent und müssen somit gehört werden. BREED = Brett. (Ralf)

 

metalunderground.at (4/5):
Wurzeln des deutschen Thrash Metal klar im Vordergrund
BREED ist eine Band, die sich der Wurzeln des deutschen Thrash Metal verschrieben hat und diese auf ihre eigene Art und Weise wiederbelebt hat. Mit ihrem Debütalbum »History of Tomorrow« beweisen sie, dass sie es ernst meinen mit ihrem Vorhaben. Der aggressive Gesang von Sänger Vincent Alberti und das schnelle Gitarrenspiel von Maik Ramroth und Sascha Rink sind nur einige der Merkmale, die den Sound von BREED ausmachen. Sie haben gezeigt, dass man auch im Zeitalter des modernen Metal und anderer Subgenres anhaltend erfolgreich sein kann, wenn man dem traditionellen Thrash Metal treu bleibt. BREED haben somit den Grundstein für viele andere Bands gelegt, die ebenfalls auf diesen klassischen Sound setzen.
Aggressiver Sound mit einem leicht melodischen Einschlag
Mit ihrem aggressiven Sound, einem leicht melodischen Einschlag und eigenen musikalischen Elementen wird ein bunter Thrash-Blumenstrauß auf dem Debütwerk präsentiert. Thrash-Granaten wie »In Your Face« und »Pro Evolution Sucker« nähren von Klassikern des Genres und brennen sich nachhaltig ins Gedächtnis des Hörers. Obwohl ihre Karriere erst 2018 begann, haben BREED ein Verständnis, wie Thrash Metal deutscher Prägung klingen muss. Das deutsche Thrash Metal Konglomerat hat sich dem traditionellen Sound verschrieben und dieser hinterlässt einen bleibenden Eindruck, dass das Vermächtnis der Urgesteine durch die Niedersachsener Band weiterlebt.
Geballte Ladung Dynamit
Mit bahnbrechenden Einflüssen des deutschen Thrash Metal der 80/90er Jahre haben sie ihre Songs versehen und selbige zünden wie eine geballte Ladung Dynamit. Frisch und lebendig sorgen die 8 Thrash-Hits für viel Unterhaltung eines jeden Thrash Maniacs. Ihr unverwechselbarer Sound, ihre textlichen Themen und vor allem durch ihre energiegeladenen Auftritte zeigen die Jungs aus Deutschland wie erfolgreich Thrash Metal traditioneller Prägung selbst heute noch sein kann. Sie haben eine Vorlage geliefert für all jene, die sich auf das Erbe des deutschen Thrash Metal berufen möchten.
In Bezug auf deutschen Thrash-Metal haben BREED allemal einen bedeutenden Einfluss und etliche andere Nachwuchstruppen werden es ihnen gleichtun. Ihre einzigartigen musikalischen Merkmale, Innovationen und energiegeladenen Songs sind bestes Kraftfutter für Old School Freunde des Genres. Meiner Meinung nach lebt das Erbe weiterhin in der heutigen Generation von Thrash-Metal-Bands insbesondere BREED fort und wird wahrscheinlich ebenfalls in Zukunft noch weiterleben. Durch ihre Arbeit haben sie einen unvergesslichen Beitrag zur Geschichte des deutschen Thrash Metal geleistet und setzen somit ein starkes Signal für kommende Alben.
Der Sound auf »History of Tomorrow« zeichnet sich durch ihre schnellen, aggressiven Riffs und brachialen Schlagzeugbeats aus, die typisch für den Thrash Metal sind. Doch BREED gehen noch einen Schritt weiter: Sie experimentieren mit unterschiedlichen musikalischen Elementen, wie es einst RISK getan haben, leichten Death-Metal-Klängen und verbinden diese geschickt mit ihrem eigenen, unverkennbaren Stil. Ein weiteres Merkmal ist der Gesang von Sänger Vincent Alberti: Seine scharfen Shouts wechseln sich ab mit rau-melodischen Passagen und zeigen seine vielseitige Stimme. Speziell der Fronter erinnert mich stark an Heimi Mikus von RISK. BREED haben es somit geschafft eine eigene Klanglandschaft zu erschaffen, die sowohl hart sowie melodiös ist. Diese Innovationen haben dazu beigetragen, dass ihr Debütwert der deutschen Thrash-Metal-Szene einen neuen Anstrich verleiht.
Textliche Aussagekraft
Ein wichtiger Aspekt von BREED sind ihre textlichen Themen, die oft politisch und gesellschaftskritisch sind. In ihren Songs gehen sie auf Themen wie Krieg, Gewalt, Korruption und Umweltverschmutzung ein und vermitteln dabei eine klare Botschaft. Dabei setzen sie auf metaphorische Sprache und lassen genügend Raum für Interpretationen ihrer Hörer. Ein Beispiel dafür ist ihr Song »History of Tomorrow«, in dem sie die Zerstörung unserer Umwelt thematisieren und dazu aufrufen, Verantwortung zu übernehmen. Durch ihre textliche Aussagekraft haben sich BREED als eine einflussreiche Thrash-Metal-Band definitiv etabliert.
Old School Sound für Alt und Jung
BREED ist mit »History of Tomorrow« gewiss ein einflussreiches Thrash Album in der Geschichte des deutschen Thrash Metal gelungen. Ihr energiegeladener Sound und ihre Texte sind inspiriert vom Old School Sound, dürfte im Kontrast hierzu Fans von moderneren Thrash Attitüden gefallen. Mit solch einem Genrealbum haben sich die Jungs einen besonderen Platz im Herzen vieler Fans verdient. Sie verkörpern eine Ära des Thrash Metal, die für immer unvergessen bleiben wird. BREED hauchen dem traditionellen deutschen Thrash Metal neues Leben ein. Zollen dem Vermächtnis Tribut und wollen, dass dieses fortwährend weiterlebt und außerdem zukünftige Generationen von Musikern inspirieren wird.

Fazit: BREED bieten mit »History of Tomorrow« ein deutsches Thrash Metal Album das nicht unerhört bleiben sollte!

Soilchronicles.fr (9,5/10):


Sie haben gezeigt, dass man auch im Zeitalter des modernen Metal und anderer Subgenres anhaltend erfolgreich sein kann, wenn man dem traditionellen Thrash Metal treu bleibt. BREED haben somit den Grundstein für viele andere Bands gelegt, die ebenfalls auf diesen klassischen Sound setzen....Sie haben eine Vorlage geliefert für all jene, die sich auf das Erbe des deutschen Thrash Metal berufen möchten. In Bezug auf deutschen Thrash-Metal haben BREED allemal einen bedeutenden Einfluss und etliche andere Nachwuchstruppen werden es ihnen gleichtun. Ihre einzigartigen musikalischen Merkmale, Innovationen und energiegeladenen Songs sind bestes Kraftfutter für Old School Freunde des Genres. Meiner Meinung nach lebt das Erbe weiterhin in der heutigen Generation von Thrash-Metal-Bands insbesondere BREED fort und wird wahrscheinlich ebenfalls in Zukunft noch weiterleben.

 

Zehyrs-odem.de (8,7/10):
Bei Breed geht es nun mit einer wuchtigen Portion Bay Area konsequent und ohne viel Schnörkel ordentlich zur Sache. Das Material darauf kann man als explosiv und durchaus souverän bezeichnen. Das die klassischen Bay Area Merkmale bedient, wie man sie von Bands wie Exodus, Testament oder auch Exhorder und Vio-Lence kennt. Ab Mitte 2023 hat man hierfür an den Songs für das Album gewerkelt und mit Doc-Gator Records auch gleich motivierte Unterstützer gefunden.

Los geht die Scheibe gleich mit dem wuchtigen „In Your Face“, das mit zackigen Tempowechsel, einem herrlich kratzbürstigen Gesang von Vincent Alberti, und stilsicher quirligen Solis angenehm bissig zu Werke zieht. Hervorzuheben ist dabei zweifellos die Mischung aus jederzeit wuchtiger Heavyness und einem immer wieder auftauchenden agilen Tempo. Modern Thrash Elemente setzt man dosiert und überschaubar ein, wie bei „Of Hope and Despair“, dass auch dezent technische Momente einbaut und dabei anspruchsvoll und variabel agiert.

Der packende Chorus in „Refuse To Reality“ funktioniert dabei trefflich. Live sind das sicher richtige Anheizer, wie eben auch „Pro Evolution Sucker“. So hat das Album gewiss einige richtige Abräumer parat, die wie ein Vorschlaghammer funktionieren, auch wenn Breed keineswegs bis zum Anschlag auf die Tube drücken. Die Band metert auf ihrem Debut schon auf einem recht hohen Niveau, das es eine Freude ist. Vorteilhaft ist hier auch der satte Sound des Debuts, das wirklich ordentlich presst. Ein paar dezente Abstriche wie bei „Out of Control“ macht man zwar, dass ich ein wenig schwergängig fand, allerdings auch am Ende noch punktet, und ich auch hier meinen Seelenfrieden machen kann.  

Aber mit einer derb riffigen Abrissbirne wie „Better Hater“ oder dem brettharten, fast schon deathigen, abschließenden „History of Tomorrow“, wird der positive Eindruck den die Breed Männers hier zu Tage fördern mit ner Menge Schwung bedacht. Alles in Allem bleibt ein mehr als beachtliches, klassisches Bay Area Thrash Album das einiges an Dynamit in sich trägt und ein zweifellos bockstarkes Debut abliefert. Das alten Thrash Veteranen reichlich Paroli zu bieten hat und Anhänger des altehrwürdigen US Thrash die Fäuste recken lässt.

Oblivion.de (8/10):
n Your Face‘ heißt der Opener dieses Albums und besser könnte man die Wirkung des Sounds kaum auf den Punkt bringen. BREED präsentieren auf ihrem Debütalbum „History Of Tomorrow“ (Geiles Wortspiel übrigens!) nämlich astreinen Bay Area-Thrash a la Forbidden zu seligen „Twisted Into Form“-Zeiten, der dir mitten in die Fresse haut.

Vor allem die Phrasierung von Sänger Vincent Alberti erinnert ein ums andere Mal an den unvergleichlichen Russ Anderson, der ob seines einmaligen Stimmvolumens im Thrash-Segment jedoch weiterhin unantastbar bleibt. Eine weitere Referenz, die sich hie und da aufdrängt, ist Prong, denn die beiden BREED-Riffmeister Rink und Ramroth, die schon bei Sudden Death gemeinsame Sache machten, haben auch ein paar Tommy Victor-Pfeile im Köcher, die sie uns beispielsweise in ‚Dimension Outside‘ und dem Titelstück um die Ohren schießen.

Ebenfalls bei Sudden Death war Schlagzeuger Sascha Meinert, der allerdings mittlerweile durch Oliver Ross ersetzt wurde. Komplettiert wird das Lineup durch Langholzschwinger John Scholten, der in der Szene durch seinen Hypothalamus-Club in Rheine bekannt sein dürfte. Außer dem (subjektiv) nervigen Refrain von ‚Evolution Sucker‘ gibt es an diesem Album wirklich nichts auszusetzen, so darf moderner Thrash Metal anno 2023 gerne klingen, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.

Die Platte gibt es in mehreren Farben bei den Schweizer Vinyl-Spezialisten von Doc Gator Records für unter 20 Euronen: Breed – History of Tomorrow – Doc Gator Records. Die digitale Version gibt`s bei der Band selbst: History of tomorrow | BREED (bandcamp.com).


rockcastlefranken.de (8/10):
Zugegebenermaßen mag ich ja Wortspielchen. Und somit kommt mir ein Albumtitel wie „History Of Tomorrow“ gerade recht. Dieser stammt vom Debut der Osnabrücker Thrasher Breed, die seit 2018 existieren, sich aber bis jetzt Zeit gelassen haben, ein erstes Werk zu veröffentlichen. Das hat sich definitiv gelohnt, denn die acht Songs von „History Of Tomorrow“ machen vieles richtig, glänzen mit hervorragend austarierten Thrash-Riffs und trotz ihrer Straight-auf-die-Fresse-Mentalität mit punktuell feinen, melodischen Farbtupfern.
Dazu hat man mit Vincent Alberti einen amtlichen Schreihals in den Reihen, der mit gesunder Heiserkeit (ha ha…Wortspielchen !) die acht Thrash-Geschosse intoniert. Das mit Maik Ramroth und Sascha Rink zwei Gitarristen aufspielen merkt man an der fetten Riffgewalt, die man präsentiert. Wenn man sogenannten Bay Area-orientierten Thrash Metal der Marke Exodus, Death Angel, Forbidden etc. spielen will, geht es ganz einfach auch nur mit zwei Axemen.
Dennoch lugt auch immer ein Prise German Thrash Attack der seligen Gemeinde Destruction, Sodom oder Tankard durch, was in Verbindung mit der US-lastigkeit sehr gut harmoniert. Angefangen vom Opener-Brett „In Your Face“, das wirklich in selbiges haut, über schnelle Thrash-Abfahrten wie „Refuse To Reality“, (Achtung ! Wortspielchen !)“Pro Evolution Sucker“ (Anwärter zum Songtitel des Jahres) bis hin zum rausschmeißenden Titelsong haben wir es mit extrem hochwertig derben Granaten zu tun, die fast schon in der obersten Klasse mitspielen können.
Bei „Better Hater“, mit seinem ins Gehirn hämmernden Refrain, fühlt man sich sogar an Jeff Waters und seine Annihilator erinnert, saustark. Auch die Rhythmus-Maschinerie mit John Scholten (Bass) und Oliver Ross (Drums) macht eine qualitätsorientiert gute Figur, das hohe Level erreicht man aber definitiv nur mit den beiden starken Gitarristen und dem dazu passenden Sangesknaben.
Wenn man sich eine solch frische Band wie Breed anhört, muss man sich um den Morgen keine Sorgen machen, auch wenn man historische Sounds verwendet und weiterdefiniert. „History Of Tomorrow“ sollte jeder, der auf eine feine Mixtur aus US- u. German Thrash steht, kennen und somit sei das Debutalbum der Niedersachsen wärmstens zu empfehlen.

 

bleedingformetal.de (8/10):
Thrash Metal ist schon ein Phänomen. Wenige Subgenres des Stahls sind stilistisch so starr und reglementiert wie die Erbschaft der Bay Area, US-Ostküste und Teutonen-Big-4. In den 1980ern wurden die Grundregeln von zwei Handvoll Bands geschaffen, in den 1990ern brachten wenige Acts wie EXHORDER, PANTERA und MACHINE HEAD nochmals frische Brisen dazu - und das war's dann schon, denn nach diesem Rezept funktioniert die Chose seitdem. Jede Band, die ein Thrash-Album veröffentlicht, wird an wenigen Parametern gemessen und für gut oder schlecht befunden. Das Osnabrücker Quintett BREED, nicht zu verwechseln mit den zahlreichen Bands gleichen Namens, spielt dieses Spiel mit und liefert mit ihrem Debüt "History Of Tomorrow" ein Werk, das sich an den genannten Maßstäben messen lassen muss.
Albumlänge: Diese sollte nicht zu lange sein, am besten zwischen knapp 30 und 40 Minuten, also zwischen "Reign In Blood" und einem Rock-Album der 1980er. "History Of Tomorrow" stoppt am Ende des achten Songs bei 38 Minuten und 38 Sekunden, das passt gerade noch in die Aufmerksamkeitsspanne, wenngleich die einzelnen Songs mit gut fünf Minuten im Durchschnitt für Thrash-Verhältnisse überaus lang geraten sind und durch Variationen und Abwechslung aufgelockert werden.
Riffing: Kräftige Anschläge in der Soll-Schnittmenge zwischen Kerry King/Jeff Hanneman, James Hetfield und Scott Ian bestimmen den Groove, den Rhythmus, den Song - also quasi alles. Hooks sind erwünscht, aber es darf nicht zu catchy werden, sonst ereilt einen das Schicksal, das TESTAMENT 1992 mit "The Ritual" widerfuhr, nämlich eine plötzliche Sackgasse mit radikalem Umkehrzwang ("Low" (1994)). BREED haben mit Sascha Rink und Maik Ramrot ein Gitarrenduo im Team, das bereits seit seinen Tagen bei den Deathern SUDDEN DEATH gemeinsam lärmt und deutlich von der härteren Schiene kommt.
Melodie: Bloß nicht zu viel, damit es nicht allzu sehr nach dem "Black Album", und damit ausgewhimpt, klingt. Sascha und Maik lassen insbesondere melodische Leads einfließen, in den Strophen regiert das Riff - und nur das Riff.
Geschwindigkeit: Echter 80er-Thrash funktioniert am besten schnell, so schnell wie möglich. BREED lassen ordentlich Groove in ihre Songs, was ein 1990er Feeling erzeugt, ohne ab und zu auch mal das Gaspedal durchzutreten.
Schlagzeug: Prinzipiell funktionieren Thrash-Drums wie Phil Rudd auf 180, also geradlinig und schnell. Ausnahmekönner wie Gene Hoglan und Dave Lombardo wirken in diesem Kontext manchmal ein wenig unterfordert. Oliver Ross macht seine Sache sehr solide, spielt songdienlich und zu keinem Zeitpunkt das klassisch scheppernde 4/4-Hackbrett runter.
Gesang: Frühe Thrash-Shouter orientierten sich an Punk und Hardcore. James Hetfield und Tom Araya brüllten, was die Stimmbänder hergaben, Chuck Billy begann irgendwann wie ein singender Bär zu klingen, bis Phil Anselmo dann dieser Mischung die Krone aufsetzte, ehe seine Stimme irgendwann nach 2000 ihren Geist aufgab. Vincent Alberti ist das wahrscheinlich typischste Thrash-Element im Sound von BREED, denn sein geshouteter Press-Gesang ist meist hoch, ein wenig hektisch und sehr energiereich. Er gibt einen guten Einpeitscher, der aus einem Clubpublikum den letzten Tropfen Schweiß herauszuschreien vermag.

Fazit: Unterm Strich machen BREED ihre Sache im ersten Anlauf mehr als solide. Man hört, dass hier keine Jungspunde am Werk sind und 40 Jahre Thrash Metal mehr als verinnerlicht wurden. Trotzdem ist die Mucke von BREED weder bloße Kopie irgendeiner Band noch lieblose Mixtur verschiedener Trademarks. Die acht Songs machen Spaß und klingen für eine Hobbyband extrem motiviert.

Anspieltipps: Die erste Single 'In Your Face' ist klassischer Stoff. Schnell und getragen von melodischen Leads führt der Song gelungen ins Album ein. 'Of Hope And Despair' zeugt von variabler Songwritingkunst, denn diesem abwechslungsreichen Song geht auch nach knapp fünfeinhalb Minuten nicht die Puste aus. 'Better Hater' ist ein Groover, der in den späten 1990ern auf jedem Album zwischen ARTILLERY und TESTAMENT gut funktioniert hätte.

 

Legacy (12/15)

…"in your face" heisst der Opener dieses Albums, und besser könnte man die Wirkung des Sounds kaum besser auf den Punkt bringen. Breed präsentieren mit ihrem Debutalbum "History of tomorrow" nämlich astreinen Bay-Area Thrash a la Forbidden zu ihren besten Zeiten.

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